Gebäudekopplung

Die Netzwerverkabelung zwischen Gebäuden erfolgt üblicher Weise mit Lichtwellenleitern. Oftmals verhindern Strassen, Flüsse, Seen, öffentliche Flächen oder rechtliche Hindernisse eine Verkabelung im Erdreich zwischen den Gebäuden. Eine Möglichkeit zur Lösung des Problems ist das Anmieten von Standleitungen - allerdings auch eine sehr teure Problemlösung. Desweiteren können Provider Standleitungen mit ausreichender Bandbreite in schwächer strukturierten Gegenden oftmals nicht zur Verfügung stellen. Eine attraktive Alternative ist die Nutzung von Richtfunk-Systemen zur Kopplung von LANs. Die Anschaffungskosten haben sich gegenüber Standleitungskosten in den meisten Fällen bereits innerhalb eines Jahres amortisiert. Desweiteren investiert man in abschreibungsfähiges Inventar, das jederzeit anderweitig eingesetzt oder wieder verkauft werden kann.

Wireless Outdoor Point-to-Point Bridges sind Richtfunksysteme, die zur hochperformanten Kopplung von Datennetzen benachbarter Gebäude eingesetzt werden. Sie überbrücken Enfernungen von mehreren Kilometern und werden laseroptisch oder in lizenzfreien Funkfrequenzenbändern betrieben. Sie unterliegen deshalb auch keiner Betriebserlaubnis oder Genehmigungspflicht. Voraussetzung für den störungsfreien Betrieb von Point-to-Point Bridges ist eine hindernisfreie Sichtverbindung zwischen den Gebäuden. Single Point-to-Point Bridges übertragen Bandbreiten bis zu 1.25 Gbps. Ethernet-Frames, IP Packets, VLANs, VoIP, Video- und Audiostreams werden volltransparent übertragen. Desweiteren lassen sich mehrere Richtfunkverbindungen als Load-Balancing-Trunk bündeln. Dadurch wird die doppelte Bandbreite und ein active Failover bei Ausfall einer Bridge erreicht. Zur temporären Ausfallsicherung können auch Internet-VPN-Tunnels oder on-Demand Standleitungen eingesetzt werden.

Die Point-to-Point-Transceiver werden mit Antennenhalterungen und -masten auf Dächern oder Fassaden vandalismusgeschützt montiert. Oftmals erfolgt die Montage auf einem Flachdach hinter einem Mauervorsprung, dann ist der Transceiver vom Boden aus nicht sichtbar. Die Stromversorgung, Potentialausgleichsleitung und Datenleitung wird verlegt und angeschlossen. Der Blitz- und Überspannungsschutz wird montiert. Die Bridges werden justiert, eingepegelt und in Betrieb genommen. Zum Schluß erfolgt die Einweisung des Nutzers in das Management-System der Funkbrücke.

Gebäudekopplung 1
Gebäudekopplung 2
Gebäudekopplung 13
Gebäudekopplung 15
Gebäudekopplung 14

1.25 Gbps MM-Wave
Outdoor Bridge

300 Mbps WLAN
Outdoor Bridge

Optical Point-to-Point
1 Gbps Laser-Transceiver

LANTRONIK

Daten- und Kommunikationssysteme GmbH

© Copyright 2015 LANTRONIK Daten- und Kommunikationssysteme GmbH    Raschweg 1    22147 Hamburg    Tel. 040 657980-580    info@lantronik.de